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Es ist nicht mein Anliegen, nach meinem Rückzug aus der Gruppenarbeit bei Greenpeace nun schmutzige Wäsche zu waschen. In den 25 Jahren ihres Bestehens haben die "Regenbogenkrieger" sehr viel für eine lebenswertere Welt getan, was mir großen Respekt abverlangt. Ich denke hier vor allem an den Schutz von Meeren und Wäldern sowie den Einsatz für regenerative Energien.

Allerdings möchte ich auch beschreiben, was mich bewogen hat, zunehmend skeptisch gegenüber einigen Greenpeace-Positionen zu werden; Einstellungen, die sich im Übrigen mehr oder weniger quer durch alle politischen Lager finden und von mir als "öko-pazifistische Ideologie" bezeichnet werden: In erster Linie zähle ich dazu die pauschale Ablehnung von landwirtschaftlicher Gentechnik, die Verteufelung der Atomkraft sowie die naive Vorstellung, eine friedlichere Welt sei nur ohne militärisches Handeln zu erreichen - durch Gewährenlassen militanter Islamisten in Irak, Afghanistan, Israel und anderswo.

Analog zu meinen Sektenerfahrungen habe ich wahrgenommen, dass bei Greenpeace nur die Überzeugung der eigenen Gruppe als absolute Wahrheit gilt, widersprüchliche Informationen werden pauschal als "Propaganda der Industrie" abgetan, ohne sie eingehend zu prüfen. Das mag zwar in einigen Fällen durchaus zutreffen, jedoch längst nicht immer.
Bestes Beispiel ist die sog. "Grüne Gentechnik", also mit Hilfe der Biotechnologie vor allem gegen Unkrautvernichtungsmittel und/oder Schadinsekten zur Resistenz befähigte Pflanzen.
Anstatt auf wissenschaftlicher Basis mögliche Vor- und Nachteile dieser Technologie gegeneinander abzuwägen, hat Greenpeace - wie zahlreiche weitere Umweltgruppen - zum Pauschalangriff gegen die gesamte Technologie angesetzt, bei dem kaum noch konkrete Fakten zu zählen scheinen, sondern die emotionale Abwehrhaltung der Bevölkerung wie der eigenen Aktivisten permanent bedient wird.

Die für sämtliche Ideologien typische selektive Wahrnehmung findet bei Greenpeace darin ihren Ausdruck, dass z.B. in Sachen Gentechnik nur die Fehlschläge dieser Technologie (z.B. die nicht verlängerte Zulassung von Bt-Baumwolle im indischen Andra Pradesh oder das Scheitern virusresistenter Süßkartoffelforschung in Kenia) geradezu genüsslich verbreitet werden und als pauschale Ablehnung sämtlicher Produkte aus gentechnischer Erzeugung herhalten müssen, während in keiner Weise danach gefragt wird, was diese Technologie eigentlich so attraktiv für zahlreiche Landwirte (2006: 10,3 Mio. Anwender weltweit) macht.



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